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„Räume der Mehrdeutigkeit“

„Räume der Mehrdeutigkeit“

Gespräch mit
→ Alexandra Rygus

Welche Ausbildung hast du absolviert und wo?

In meinem Studium an der HAW Hamburg habe ich Malerei bei den Professor*innen Henning Klees, Anke Feuchtenberger und Christian Hahn erlernt.

Mit welchem Medium arbeitest du primär? Welche Technik und Materialien verwendest du dabei?

Hauptsächlich arbeite ich auf Leinwand und nutze eine Kombination aus Acryl- und Ölfarben. Zudem arbeite ich strukturgebende Materialien wie Sand, Papier und Stoff in meine Arbeiten ein. Mein stilistisches Ziel, ist eine Form der Abstraktion, durch die ein Zustand erreicht wird, in dem Betrachter den Eindruck haben, etwas zu erkennen, ohne dies klar identifizieren zu können. Dabei entstehen Werke, die die Betrachtenden dazu ermutigen sollen, in die Räume der Mehrdeutigkeit einzutauchen und eigene Interpretationen zu entwickeln.

Was motiviert oder inspiriert dich dazu, eine Arbeit anzufertigen? Planst du alles im Detail oder lässt du den Prozess auf dich zukommen?

Meine künstlerischen Werke nehmen stets ihren Anfang in der intensiven Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema, das mich beschäftigt. Besonders faszinieren mich hierbei Zwischenzustände und -räume. Die Art und Weise, wie ich meine Arbeiten strukturiere, basiert auf ähnlichen Themen oder Konzepten. Dies ermöglicht es mir, eine erzählerische Struktur zu schaffen und verschiedene Facetten eines spezifischen Themas zu erforschen.
Vor und während des Schaffensprozesses meiner Werke investiere ich viel Zeit in umfangreiche Recherchen. Dabei tauche ich tief in die entsprechenden Thematiken und Fragestellungen ein, um ein fundiertes Verständnis zu entwickeln. Meine Werke dazu entstehen organisch, ohne vorherige Skizzen. Diese entfalten sich kontinuierlich weiter und nehmen Gestalt an. Im vergangenen Jahr habe ich mich intensiv mit den Veränderungen von Orten meiner Kindheit auseinandergesetzt, die sich in den letzten zwei Jahrzehnten ereignet haben. In diesem Kontext habe ich eine Herangehensweise gewählt, bei der ich eigens konstruierte Zwischenzustände visualisiert habe. Mein Ziel bestand darin, den Prozess der Transformation sowie die Unwiederbringlichkeit eines vergangenen Zustands einzufangen.

Wie ordnest du deine Arbeiten ein? Gibt es einen Zeitbezug? Wie steht deine Arbeit im Kontext zu zeitgenössischer Kunst?

Meine Kunstwerke sind eng mit dem „Jetzt“ verbunden. Sie setzen sich mit gegenwärtigen Diskursen und Perspektiven auseinander. Ich strebe danach, meine Werke in einen lebendigen Dialog mit den Fragen und Entwicklungen unserer Zeit zu bringen, indem ich mich aktiv mit ihr auseinandersetze.

Was gibst du deinen Arbeiten mit auf den Weg? Welche Emotionen transportierst du?

Meine Arbeiten beschäftigen sich intensiv mit dem Konzept des „Dazwischen“. Besonders fasziniert mich die Vielschichtigkeit dieser Thematik, die sich in unglaublich vielen Bereichen zeigt. Die Recherche zu diesem Thema offenbart dabei stets überraschende Erkenntnisse.

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